Im Rahmen der Vernehmlassung zur Multikanalstrategie des VBS hat die SOG FU am 28.01.2026 ihre offizielle Stellungnahme eingereicht.
Während die SOG FU die technologische Modernisierung und die Einführung von Systemen wie Cell Broadcast ausdrücklich begrüsst, warnt die SOG FU mit Nachdruck vor dem geplanten Rückbau der UKW-Infrastruktur (Notfallradio IBBK).
Warum UKW für die Resilienz der Schweiz kritisch bleibt: Die Digitalisierung der Alarmierung weist bei Extremereignissen wie einem landesweiten Blackout oder in Konfliktlagen erhebliche Risiken auf:
- Die Schutzraum-Lücke: Digitale Signale (DAB+/Mobilfunk) dringen physikalisch kaum in die tiefen Betonstrukturen der rund 360’000 Schweizer Schutzräume vor.
- Mangelnde Härtung: Im Gegensatz zu zivilen Sendemasten sind die IBBK-Anlagen gegen Druckwellen (3 bar) und elektromagnetische Pulse (EMP) geschützt.
- Fehlende Autarkie: Ohne GPS-Synchronisation und kontinuierliche Stromzufuhr kollabieren digitale Netze binnen Stunden – UKW-Anlagen bleiben über Wochen sendebereit.
Unsere Forderung: Die SOG FU erachtet es als zwingend, den Rückbau des bewährten UKW-Notfallradios (IBBK) zu stoppen, bis eine nachweislich gleichwertige, tiefensichere und infrastrukturunabhängige Nachfolgelösung einsatzbereit ist. Resilienz darf nicht zugunsten von kurzfristigem Modernisierungseifer geopfert werden.
Downloads & Ressourcen:
- Offizielle Vernehmlassungsantwort der SOG FU (Januar 2026):
SOG_FU_VernehmlassungsantwortMultikanalstrategie.pdf - Faktenblatt: Technischer Vergleich UKW-Notfallradio vs. Digitale Technologien:
SOG_FU_FAKTENBLATT_UKW.pdf

